Helfe im Ofen IMG_1243

 

Hurra, sie ist heile aus den Ofen gekommen. Das Hinein war vergleichsweise sehr viel heikler. Denn vom Töpferkeller zum Brennofen sind es nicht nur ungefähr 30 m, da liegen auch ganz gemeine Türschwellen, 6 Stufen und Absätze rauf und runter in der Holzterrasse dazwischen. Diesen Weg mit einer 60 cm großen spröden, weil nicht gebrannten Figur auf den ausgestreckten Armen zurückzulegen, kostete mich einiges an Nerven und meinen Mann einiges an Kraft.

warten auf den Glasurbrand IMG_1248

 

Sie saß zwar schon auf der Ofenplatte, aber dadurch, daß sie so filigran gearbeitet ist, bestand keine Möglichkeit, sie nah am Körper zu tragen. Wie heißt es doch so schön: das Berühren der Figüren mit den Pfoten ist verboten!

 

Na, es ist ja alles gut gegangen. Und zur Risikominimierung durfte sie nicht wieder zurück in den Keller, sondern blieb bis zum Glasieren im Ofen sitzen und ist dann nur noch bis zur Terrasse getragen worden.

 

Glasiert habe ich sie zum größten Teil vorgestern und den Rest habe ich gestern vormittag gemacht, als meine Tochter in der Schule war. Ich glaube, meine Finger haben 2 Stunden gebraucht, bis sie wieder aufgetaut waren. 2 T-shirts, 1 Langarmshirt und eine Fleecejacke haben kaum gereicht, so nasskalt und windig war es. Ich habe mir noch eine alte Decke um die Beine gewickelt. Aber ich bin froh, daß ich fertig geworden bin. Fast muß ich ja ehrlicherweise sagen, denn das Gesicht habe ich noch nicht bearbeitet. Aus Angst, daß ich nicht den richtigen Farbton treffe oder ein zuviel an Glasur ein fürchterliches Laufen nach sich ziehen könnte. Die Details im Gesicht werde ich nach den Brennen in Acryl ausarbeiten.

 

 

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