
Nachdem meine Marktteilnahme in der Wolfenbütteler Kommisse so erfolgreich war, habe ich mich Anfang des Jahres Bewerbungen geschrieben, um auch dieses Jahr meine Arbeiten zeigen und verkaufen zu können. Da ich mich an den traditionellen Oster- und Frühjahrsmärkten wegen Skiurlaub (der war übrigens auch sehr schön!) nicht beteiligen konnte, bin ich nun auf dem Kunsthand-werkermarkt auf dem Rittergut in Veltheim an der Ohe mit einem kleinen Stand vertreten.
Wer mich und meine Keramiken also Live und in Farbe kennenlernen möchte, sei hiermit herzlich eingeladen,
am 6. Mai 2012
dem Rittergut in Veltheim/Ohe
einen Besuch abzustatten. Alleine das Ambiente des Rittergutes ist schon charmant, mit den Ständen und Marktbuden der verschiedenen Kunsthandwerker kann man sich glatt in ein mittelalterliches Markttreiben hineinversetzten lassen. Auch für das leibliche Wohl wird gesorgt sein.
Übrigens: nur eine Woche später, am 13. Mai ist Muttertag und auf einem solchen Markt findet sich bestimmt ein ausgefallenes Geschenk für diesen Anlaß!
So viel positives Feedback zu meinem Töpferhobby, das eigentlich schon mehr ist als nur ein Hobby, geht runter wie Öl! Danke schön dafür! Und nachdem nicht wenige davon schwärmten, daß sie das auch mal in der Schule gemacht hätten oder es unbedingt mal ausprobieren wollen, habe ich beschlossen, zu einem kreativen und entspannenden Nachmittag
ins Café „Matsch“
einzuladen.
Auf der überdachten Terasse lässt es sich sicher herrlich Tratschen oder Töpfern, Diskutieren oder Drehen, Matschen oder Modellieren; oder sich bei Tee oder Kaffee über Gott und die Welt auszutauschen.
Wer also Lust hat, sich mal einen Nachmittag lang mit den Händen in den Ton zu stürzen, ist eingeladen, sein Interesse zu bekunden. Einen Termin werde ich dann den Teilnehmern/innen bekannt geben.
Ältere und bequeme Kleidung wird empfohlen. Für den Ton und den Strom werden die Kosten nach Verbrauch berechnet. Material, Werkzeuge, Literatur, Sitzgelegenheiten, Getränke, Arbeitstisch und Hängematte werden von mir gestellt. Kuchenspenden sind herzlich willkommen. Gutes Wetter ist unbedingt mitzubringen. Für nette Gespräche übernehme ich keine Haftung. Eine „Werkstattführung“ wird auf Wunsch auch durchgeführt.
Ich freue mich darauf, Euch mit dem Tonvirus infizieren zu dürfen!
Eure Tingel
Tina Gellenbeck
Nachdem die winterlichen Minusgrade vorbei sind und auch im ungeheizten Waschkeller die Temperaturen wi
eder erträglich wurden, habe ich mich nach langer Zeit wieder an die Töpferscheibe gesetzt, um zu üben. Klar, dass ich Euch die Ergebnisse nicht vorenthalten will – zumindest die vorzeigbaren (jaja, jeder Vollprofi bricht an dieser Stelle unweigerlich in Gelächter aus). Ihr seht hier die Ausbeute von 2 Vormittagen! Einiges ist schon beim Drehen im Matscheimer gelandet, anderes hats beim Abdrehen zerissen und 1 Tassen habe ich beim Henkeln zerdrückt. Um die Gleichmäßigkeit der Wandstärke zu überprüfen, müßte ich die Werke knallhart durchschneiden, aber ich brings nicht übers Herz. Nur das, was eh schon kaputt ist, wird dahingehend überprüft. Für den Größenvergleich: die Tasse ganz rechts vorne mißt 10,5 cm in der Höhe und 10 cm im Durchmesser.
Sie sind derzeit auch noch nicht gebrannt, weil der Ofen ja voll werden muß und das gestaltet sich bei einem 200 l-Modell nicht so einfach.
Ich wollte Euch mal zeigen, wie ich an meine Aufträge komme! Diesen Ausdruck fand ich eines morgens auf meinem Arbeitstisch im unserem Werkkeller. Für diejenigen unter Euch, die es noch nicht wissen: meines Mannes Hobby ist die Lehmann Gartenbahn (kurz LGB) im Maßstab 1:22,5, die mehr oder minder fertig unseren Garten bestückt. ich hoffe, man kann die dünnen Bleistiftlinien lesen.
Und das habe ich daraus gemacht:
Der Schädel ist übrigens knappe 3 cm lang!
Ich habe mich an eine Technik gewagt, bei der die Oberfläche des Tones reißt, was wunderschöne Effekte zur Folge hat. Der Ton wird dabei auf einer Seite mit Hilfe eines Föns angetrocknet. Wenn dann von der anderen Seite Druck ausgeübt wird, reißt die angetrocknete Oberfläche. Diese Vase habe ich zunächst aus Platten zusammengesetzt und anschließend von innen mit den Händen vorsichtig ausgebeult. Nach dem ersten Brand habe ich dann Manganspinell aufgetragen, der sich in die Vertiefungen setzt. Anschließend wird die Oberfläche mit einem Schwamm wieder abgerieben. Anschließend wanderte die Vase wieder in den Ofen, um bei 1250° C dichtgebrannt zu werden. Für´s Foto habe ich einige Zweige aus dem Garten genommen und mit wunderschönen Rosen in orange-rot kombiniert. Sieht doch wirklich schön aus, oder? Ach ja, die Abmessungen sind ca. 15 cm hoch, 14 bcm breit und 18 cm lang.
so, nachdem im Januar die Schule bei meiner Tochter wieder gestartet war, kam Muttern auch wieder an Ton ran. Schließlich lastete noch ein Auftrag auf meinem Gewissen – weiße Hühner. Die Dame wartete nun schon so lange darauf, weil ich Dumbatz die ersten beiden Hennen im Eifer des Gefechtes bzw. Glasierens bunt gemacht hatte. Asche über mein Haupt! Weiterlesen
Auch wen ich selber keine Räumlichkeiten im Sinne einer Töpferei oder eines Ateliers habe, möchte ich doch alle Mitlesenden auf den Tag der offenen Töpferei hinweisen. Dieser findet jedes Jahr im März deutschlandweit statt und lädt alle Interessierten ein, sich mal eine Töpferei von innen anzusehen. Viele der engagierten Keramiker bieten von der Werkstattbesichtigung über Kindertöpfern bis hin zum Selberdrehen auf der Scheibe an. Kaffee und Kuchen vom hauseingenen Geschirr riunden das Angebot vielfach ab.
Unter www.tag-der-offenen-toepferei.de könnt Ihr über eine interaktive Karte nach mitmachenden Keramikwerkstätten schauen. In und um BS bis hoch nach Uelzen ist leider der weiße Fleck auf dieser Karte, aber die Ton-Hochburgen liegen traditionell halt einfach woanders. Trotzdem mache ich gerne dafür Reklame!
Nun ist er weg. Nachdem er mich viele Jahre so ruhig und unaufdringlich lächelnd begleitet hat – er stand immer an unserem Eingangstor – wird er nun nach dem Wolfenbütteler Weihnachtsmarkt eine andere Familie erfreuen.
Ich hatte ihn einst aus der Not eines kleinen Ofens heraus zweiteilig konzipiert, d.h. Rockteil für sich und von Kopf bis Hüfte ein weiteres Teil. Da insgesamt ca. 18 Kilo Ton von mit verarbeitet wurden, bestand und besteht auch weiterhin keine Gefahr, dass er bei stürmischem Wetter umgepustet wird. Ach ja, auch die Flügel können abgenommen werden, was sich als wirklich praktisch erwiesen hat: Advent = Flügel dran, kein Advent = Flügel ab. Ins Schälchen kam dann entweder eine Kerze oder eine kleine Pflanze oder Blüte.
Für alle Interessierten noch ein paar Eckdaten: geboren 2008, frei aufgebaut, Größe ca. 70 cm, weißer grob schamottierter Ton (min. 40 % bis 2,0 mm), mit Braunstein behandelt und bei 1250 °C gebrannt.
Nun ist es vorbei. Leider möchte ich fast sagen, denn es hat mir sehr viel Spaß gemacht, Teil des Wolfenbütteler Adventsmarktes in der festlich geschmückten Kommisse zu sein. Dass mir jeden Abend die Füße wehgetan haben, möchte ich hier nur am Rande erwähnen. Zum ersten Mal bei einem Weihnachtsmarkt überhaupt dabei, hatte ich im Vorfeld Hoffnungen auf ein nettes, aufgeschlossenes Publikum und zumindest akzeptable Umsätze.
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…und es macht mir trotzdem noch Spaß!
In 2 Wochen tritt der Ernstfall ein und ich verbringe jede freie Minute mit meinen Keramiken. Viele Sachen sind noch zu glasieren, aber ein paar sind schon fertig. Hoffentlich gefällt es dann auch dem Publikum – und Euch! Deshalb zeige ich mal meine Anhänger. Von den Engeln ist jeder etwas anders dekoriert.




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